Ein junger Mischlingshund (ca. 8 Monate, männlich, unkastriert) hüpft über den Gartenzaun und „flüchtet“. Die Besitzerin sucht ihn mehrere Stunden und meldet sich schliesslich bei mir.

Der entwischte Hund reagiert nicht auf meine erste Kontaktaufnahme. Ich nehme Kontakt auf mit dem Zweithund der Familie. Der Zweithund gibt Auskunft, dass der „Kleine“ abgehauen ist, weil er zu den Blumen will die so gut riechen.

Erste Erkenntnis: Der Hund ist freiwillig weg, wir haben kein primäres Problem. Trotzdem macht sich die Besitzerin natürlich Sorgen.

Fragen an den Zweithund:
Weisst du wo das ist? – Ja
Kannst du Frauchen da hin bringen? – Ja
Bitte tu das jetzt. – OK

Frauchen und Hund gehen los. Ich versuche erneut den Vermissten zu erreichen. Keine Kontaktaufnahme möglich.
Eine knappe drei viertel Stunde später treffen Frauchen und Zweithund bei den Blumen ein. Inzwischen dunkelt es ein. Vom vermissten Hund fehlt jede Spur. 

Nächster Kontaktversuch zum Junghund. Endlich reagiert dieser. Es dunkelt ein, er fürchtet sich ein wenig. Vor lauter „der Nase nach“ weiss er nicht mehr wo er ist. (Jetzt wird’s richtig kompliziert) Ich fange an abzufragen was er sieht, riecht, hört. Hoffentlich kann Frauchen mit den Informationen etwas anfangen, denn ich kenne mich in der Gegend wo sie wohnt überhaupt nicht aus.

Plötzlich sagt er mir, er sehe einen weissen, grossen Hund auf Gassi-Runde.
Er sagt mir, dass er diesen Hund nicht kennt (bringt uns also nicht wirklich weiter). Er verspricht mir, dass er sich diesem Hund und seinen Menschen anschliesst, wenn der Hund freundlich zu ihm ist.

Das war die Lösung in dem Moment. Die Leute haben bemerkt, dass weit und breit kein Mensch zu diesem Hund zu sehen ist, haben ihn mitgenommen und schliesslich (ich weiss nicht mehr ob via Hundemarke oder Chip) die Besitzerin kontaktiert. Abends um 22h hatte sie ihren Hund wieder.

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